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    Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung

Für Mensch, Tier und Umwelt: Der VPI und seine Mitglieder entwickeln kontinuierlich neue Feuerwerke, Raketen, Batterien und Co. Im Fokus der Forschung und Entwicklung neuer Feuerwerks-Arten steht die Gesellschaft, der Kunde und unser Bestreben, unseren Anteil für die Sicherheit unserer Umwelt zu leisten.

Reduktion des Feinstaubanteils

Bei jedem Verbrennungsprozess entstehen Feinstäube. Auch beim Abbrennen eines Feuerwerks. Anders als es das UBA jedoch vermittelt, sind die Feinstaubwerte, die durch das Feuerwerk entstehen, signifikant geringer als beispielsweise die im täglichen Straßenverkehr. Der VPI und seine Mitglieder arbeiten stetig daran, die Feinstaubanteile zu reduzieren. Dafür forschen die Entwicklungsabteilungen unserer Mitgliedsunternehmen zum Beispiel an alternativen Effekten, die durch neue Zusammensetzungen die Feinstaubemission nochmals reduzieren sollen.

Gebunden sind die Entwickler jedoch durch rechtliche Hürden – insbesondere durch zulassungsrelevante Sicherheitsaspekte. So müssen beispielsweise Kunststoffkappen für Zündschnüre auf Raketen angebracht sein, um die Sicherheit der Menschen zu garantieren. Auch der Umwelt zu Liebe sollten die Plastikbestandteile nach dem Böllern von jedem eigenständig entsorgt werden. Seit jeher ist es unsere Position, die Menschen dafür zu sensibilisieren, nach dem Abbrennen des Feuerwerks selbst den Restmüll zu beseitigen.

Die Entwicklungsteams der VPI-Mitglieder arbeiten kontinuierlich weiter an Alternativen. Ziel des Verbandes der pyrotechnischen Industrie ist es, den Anteil an Plastik und Kunststoffen weiter zu reduzieren und stattdessen eine vollständige Kompostierung des Feuerwerkskörpers zu ermöglichen. Dabei müssen die Materialien aber andersherum auch eine gewisse Lebensdauer aufweisen, um gewährleisten zu können, dass die Sicherheit der Feuerwerkskörper durch äußere Einflüsse (z. B. Feuchtigkeit) nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Prozess ist jedoch keineswegs einfach und dauert Zeit: Immerhin müssen wir eine seit Jahrhunderten bewährte Technik und die Zusammensetzung unterschiedlicher chemischer Substanzen in den Feuerwerken ändern. 

Weniger Plastik im Feuerwerk – Alternative Materialien

Seit Jahren arbeiten unsere Mitglieder daran, den Anteil an Kunststoffen und Plastik sowohl im Bereich der Konstruktions- als auch der Verpackungsmaterialien zu reduzieren oder gänzlich auf sie zu verzichten. So existieren bereits heute Feuerwerksprodukte, deren Materialien zu 100 Prozent wiederverwertbar sind. Wie zum Beispiel bei der sogenannten Pyromould Batterie. Sie besteht rein aus Pflanzenfasern und natürlicher Stärke. Zudem generiert die Branche nahezu die Hälfte ihres Umsatzes mit Batterie- und Verbundartikeln, bei denen die Batteriekörper vollständig aus Altpapier bestehen.

2019 wird das letzte Jahr sein, in dem die Mitglieder des VPI Pfeifenbatterien mit Kunststoffhülsen importieren. Die im VPI organisierten Firmen werden ab 2020 auf den Import der plastiklastigen Pfeifenbatterien verzichten, um die Umwelt zu schonen.   Seit 2017 vertreibt unsere Branche zudem anstelle von Bleigießen nur noch die umweltfreundlicheren Wachs- oder Zinn-Varianten.

Der Tierwelt zu Liebe – Lautstärkearmes Feuerwerk

Auch die Lautstärke zu Silvester spielt seit Jahren eine besondere Rolle – insbesondere bei Tierhaltern. Unsere Hersteller halten sich bei den Lautstärkeeffekten an die in den wesentlichen Sicherheitsanforderungen der EU  Pyrotechnikrichtlinie festgelegten Werten. Feuerwerksartikel der Kategorie F2 dürfen demnach eine Grenze von 120 Dezibel (A, Imp.) in acht Metern Entfernung nicht überschreiten.

Zudem bieten die Mitglieder des VPI zunehmend lautstärkearmes Feuerwerk im Sortiment an. Die „Zero DB Linie“ (DB steht für Dezibel) beispielsweise ist signifikant leiser als es herkömmliche Feuerwerksartikel mit Lautstärkeeffekten sind. Wir appellieren außerdem jährlich an Feuerwerksnutzer auf den Erwerb der deutlich lauteren, illegalen Feuerwerkskörper zu verzichten. Das kommt Hund, Katze, Vögeln und Wildtieren an Silvester zu Gute. 

Seit Jahren weisen wir Käufer von Feuerwerken zudem darauf hin, dass vor allem die Sortimente der Kategorie 1, welche insbesondere für Familien relevant sind, deutlich geräuschärmer sind.