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    Perspektive der Pyroindustrie: Unsere Verbandspositionen

Perspektive der Pyroindustrie: Unsere Verbandspositionen

Als Verband der pyrotechnischen Industrie ist Feuerwerk für uns eine Passion – und unser tägliches Brot. Trotzdem stellen Sie sich vielleicht die Frage, wie wir eigentlich die aktuelle Feinstaubdebatte bewerten. Wie wir unsere Rolle im Klimadiskurs sehen. Oder welche Themen wir – auch gemeinsam mit der Politik – vorantreiben wollen?

Auf all das und noch viele weitere Themen, die unsere Branche betreffen, haben wir eine Antwort parat und vertreten Meinung und Einstellungen der pyrotechnischen Industrie.

Tradition und Kultur

Ein Jahrhunderte alte Tradition an der sich noch heute die Mehrheit erfreut

Am Silvesterabend gehört für die meisten Deutschen ein Feuerwerk genauso dazu wie Dinner for One oder Raclette. Ob aus der Ferne beobachtet oder selbst gezündet: Feuerwerk ist eine fröhliche Tradition, der wir uns mit Leidenschaft verschreiben. Letzte Umfragen, wie beispielsweise von der Bild zeigen, dass eine große Mehrheit gegen ein Feuerwerksverbot ist. Von zirka 20.000 Befragten sprechen sich mehr als 12.300 Menschen gegen ein Feuerwerksverbot aus. Hier in Deutschland ermöglicht das individuelle Recht besondere Momente. Mit seiner Familie vor der Haustür zu feiern, oder eben im Rahmen von Großveranstaltungen mit vielen Menschen das Neujahr zu zelebrieren ist eine Jahrhunderte alte Tradition.

Position:

  • Feuerwerk zu Silvester verbinden die meisten Deutschen mit Freude und positiven Gefühlen. Diese Tradition sollte ihren Wert nicht dadurch verlieren, dass wir sie verbieten.
  • Betrachten wir Feuerwerk im internationalen Kontext, so sehen wir, dass es nicht nur hierzulande eine Tradition ist. Vielmehr könnte man meinen, dass Feuerwerk als Kulturgut die Menschen verbindet. So feiern unter anderem die Menschen in Frankreich, England oder Malta zu ihren nationalen Feiertagen auch privat mit Feuerwerk.
  • Als Interessenverband liegt uns die Erhaltung der Feuerwerkstradition am Herzen. Sie ist ein Stück Geschichte – nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen Ländern. Daher sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, diese Geschichte zu erhalten.
  • Feuerwerk ist auch heute noch zeitgemäß, auch abseits von Silvester. Das zeigen nicht zuletzt die Besucherzahlen all jener Veranstaltungen, auf denen Feuerwerke durchgeführt werden. Diese locken jährlich Millionen von Besuchern an.
  • Es ist ein Ereignis, das verbindet, das kulturelle Grenzen überwindet und ein Gemeinschaftsgefühl schafft. Das sieht man jährlich weltweit.

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Innovationen und Entwicklung der Branche

Pyrotechnische Branche forscht an Neuerungen zur Reduktion von Lautstärke sowie im Bereich des Klima- und Umweltschutzes

In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird schon seit Jahren an Alternativen geforscht, um Müll zu reduzieren, den Plastik- und Kunststoffanteil in Feuerwerkskörpern zu verringern oder auch Feuerwerke bereitstellen zu können, die deutlich leiser und umweltfreundlicher sind. Erste Erfolge sind bereits erzielt und heute gängige Praxis in der Branche. Weitere Innovationen werden folgen.

Position:

  • Umweltschutz ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der sich die gesamte Branche in Deutschland seit Jahren in Eigeninitiative und mit Verantwortung stellt:
    • Dafür fördert der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) bereits seit Jahren einen Wissensaustausch zwischen seinen Mitgliedsunternehmen: In internen Fachgremien tauschen sich Experten zur Entwicklung neuer Innovationen aus.
    • Der Verband und seine Mitglieder forschen seit einigen Jahren an umweltfreundlicheren Feuerwerken. So forschen die Mitgliedsunternehmen beispielsweise an alternativen Effekten, die durch neue Zusammensetzungen die Feinstaubemission reduzieren sollen.
  • Erste Erfolge sind bereits getan: Die gesamte Branche nutzt in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten vorrangig Materialien, die auf recyclebarem Papier basieren, um den Kunststoffanteil zu reduzieren. Aufgrund von Sicherheitsaspekten können bislang jedoch nicht alle Teile aus Papier hergestellt werden.
  • Schon heute bringt die Branche Feuerwerkskörper auf den Markt, die zu 100 Prozent aus wiederverwertbaren Materialien bestehen.
  • Ab 2020 verzichten die Mitglieder des VPI auf den Import von plastikhaltigen Heuler-/Pfeifenbatterien. Ebenfalls wird bereits heute rund die Hälfte des Branchenumsatzes mit Batterie- und Verbundartikeln generiert, welche - mit Ausnahme der vollständig verbrennenden pyrotechnischen Sätze, vollständig aus Altpapier bestehen.
  • Das Ziel aller Verbandsmitglieder: Die in Deutschland zum Verkauf stehenden Feuerwerkskörper sollen künftig vollständig kompostierbar sein.
    • Dabei müssen die Materialien aber andersherum auch eine gewisse Lebensdauer aufweisen, um gewährleisten zu können, dass die Sicherheit der Feuerwerkskörper durch äußere Einflüsse (z. B. Feuchtigkeit) nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Daher dauern Entwicklung und Zulassung weiter an.
  • Auch mit Blick auf die Tierwelt hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan.
    • Hier bieten unsere Mitglieder zunehmend auch lautstärkearmes Feuerwerk an. Beispielhaft ist hier die „Zero DB Linie“ (DB steht für Dezibel) zu nennen, die signifikant leiser ist als es herkömmliche Feuerwerksartikel mit Lautstärkeeffekten sind.
    • Aber: Oft sind es die illegalen Feuerwerke, die zum Neujahrswechsel für den Unmut der Menschen sorgen. Diese illegalen Artikel halten sich nicht an die europäischen Normen und sind daher deutlich lauter und auch gefährlicher. Die Mitglieder des Verbandes der pyrotechnischen Industrie halten sich bei den Lautstärken an die von der EU vorgegebenen Richtwerte von max. 120 dB (A, Imp.) in acht Metern Entfernung bei Feuerwerkskörpern der Kategorie F2.

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Feinstaubzahlen

Feinstaubwerte: Hohe Zahlen beruhen auf fehlerhafter Berechnungsgrundlage des Umweltbundesamts

Seit dem Jahreswechsel 2018/2019 lesen Sie immer wieder davon, dass durch das Feuerwerk jährlich rund 16 Prozent des im Straßenverkehr erzeugten Feinstaubs PM10 durch das Feuerwerk freigesetzt wird. Von 4.500 Tonnen Feinstaub PM10 spricht das Umweltbundesamt (UBA), von gar 5.000 Tonnen die Deutsche Umwelthilfe. Tatsache ist jedoch, dass beide Berechnungen auf dem gleichen Modell beruhen. Und dieses auf Schätzwerten und Modellierungen. Der reale Feinstaubausstoß von Feuerwerk – und das wird bislang verschwiegen – wurde von keiner der beiden Parteien jemals gemessen.

Position:

  • In der Sekundärliteratur des Umweltbundesamts (UBA) zur Berechnungsgrundlage des Feinstaubausstoßes durch Feuerwerk wird explizit darauf hingewiesen, dass die zugrunde gelegten Zahlen lediglich Schätzungen sind und zugleich auf Hochrechnungen basieren.
  • Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) und seine Mitglieder zweifeln diese Zahlen daher berechtigterweise an. Aus diesem Grund lässt der VPI derzeit eine Feinstaubmessung durchführen, in der erstmalig die tatsächlichen Feinstaubwerte von Feuerwerk erprobt werden. 
    • Damit beauftragt ist ein unabhängiges Institut, welches Feinstaubmessungen gängiger Feuerwerksartikel durchführt. Bislang wurden in diesem Zusammenhang mehrere bodennahe Feuerwerksartikel (z. B. Knaller) untersucht.
    • Auf Wunsch des Verbandes hin hat das beauftragte Institut kürzlich die Feinstaubmessungen auch auf den Bereich von Batterien und Raketen ausgeweitet. Mit dem Ziel, ein umfangreicheres und somit detailliertes und repräsentatives Bild des deutschen Absatzmarktes zu zeichnen. Denn: Rund 50 Prozent der in Deutschland im Umlauf befindlichen Feuerwerkskörper zu Silvester sind Batterien.
  • Nach Ansicht des Verbandes kann nur durch die Untersuchung aller im legalen Verkauf befindlichen Artikel sichergestellt werden, dass sich die Analyse nahe an den realen Absätzen in Deutschland orientiert. Nach ersten Teilergebnissen zeigt sich aber schon, dass die Menge Feinstaub PM10 aus Feuerwerk zu Silvester deutlich geringer sein wird als vom UBA und der DUH kommuniziert.
  • Damit ist dann auch der Vergleich des Feinstaubanteils mit den 16 Prozent im Straßenverkehr falsch. Bis heute lässt sich aus Sicht des VPI nicht nachvollziehen, warum das UBA überhaupt zur Jahreswende diesen Vergleich angestellt hat. Denn: In den Studien des UBA wird Feuerwerk nicht ohne Grund in der beiläufigen Rubrik „Sonstiges“ zusammen mit Grillen und Rauchen aufgeführt.
  • In weiteren Berichten gibt zudem selbst das UBA zu, dass Feuerwerk, genauso wie Grillen und Rauchen, nur in einem geringen Maße für die Feinstaubemissionen in Deutschland verantwortlich ist. Die unbegründete Verquickung des Straßenverkehrs und des Feuerwerks führt dazu, dass die Debatte inhaltlich auf die kleine Feuerwerksbranche umgelenkt wurde. Die Feinstaubwerte sind in Wirklichkeit aber signifikant gering. Feuerwerksverbote führen demnach eher dazu, der Gesellschaft die Freude am Feuerwerk zu nehmen, anstatt tatsächlich auf das Ziel des Klimaschutzes einzuzahlen.
  • In der öffentlichen Debatte werden im Zuge der Feinstaubdiskussionen Stundenwerte zu Silvester benannt und in Relation zu den Tagesmittelwerten in Deutschland gestellt. Tatsache ist jedoch, dass die Tagesmittelwerte zu Silvester wenn überhaupt nur in wenigen Städten überschritten werden.
    • Die EU-Werte sind diejenigen, nach denen sich die Gesetzgebung in Deutschland richtet und die damit bindend sind. In der Öffentlichkeit werden derzeit auch die von der WHO empfohlenen niedrigeren Grenzwerte genannt. Diese haben in Deutschland jedoch keinen Bestand.
    • Der in Deutschland zulässige Grenzwert liegt bei 40 µg PM10/Kubikmeter im Jahresdurchschnitt. Ein PM10-Tagesmittel darf im Übrigen 50 µg PM10/Kubikmeter nicht öfter als 35 Mal überschreiten. Keine der von der DUH in diesem Jahr genannten 98 Städte überschritt diesen Grenzwert.
    • Die Tageswerte in Deutschland hat auch das UBA zuletzt überprüfen lassen und dabei feststellen müssen, dass beispielsweise an Tagen wie dem 24. Januar 2019 deutlich mehr Feinstaub im gesamten Deutschen Raum vorhanden war, als am 01. Januar 2019.

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Schädlichkeit Feinstaub

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub: Partikel aus Feuerwerk sind wesentlich unbedenklicher als kommuniziert – und nicht klimarelevant

Anders als beispielsweise bei Verbrennungsmotoren ist der Feinstaub aus Feuerwerkskörpern aufgrund seiner Eigenschaften wesentlich unbedenklicher für die Umwelt. Und nicht nur das. Im Gegensatz zum Treibhausgas CO2 ist Feinstaub nicht relevant für unser Klima. Was geltende Grenzwerte angeht, so kursieren in der Gesellschaft zudem falsche Annahmen zu Überschreitungen, die der Verband der pyrotechnischen Industrie widerlegen kann.

  • Kondensate bzw. Verbrennungsrückstände, die durch das Abbrennen von Feuerwerken entstehen, haben grundlegend andere Eigenschaften als die aus beispielsweise Verbrennungsmotoren.
    • Kondensate nach dem Abbrand von Pyrotechnik sind zumeist lösliche, anorganische Salze. Hieraus ergibt sich eine gewisse Affinität zu Feuchtigkeit (Hygroskopie), was dazu führt, dass sich der verursachte Feinstaub sehr schnell bindet. Partikel aus Feuerwerk sind wasserlöslich bzw. wasseranziehend und verschwinden daher sehr schnell nach der Immission wieder aus der Luft.
    • Bei der Zusammenstellung von Feuerwerkskörpern werden keine schwermetallhaltigen Salze verwendet – wie gelegentlich zu lesen ist. Die genaue Zusammensetzung bedarf einer Zulassung und ist in der Bundesrepublik strengstens reglementiert.
    • Da sie überwiegend aus löslichen Salzen bestehen, können Feinstaubpartikel aus Feuerwerk vom Körper aus der Lunge leicht wieder entfernt werden. Bei Rußpartikeln aus etwa Dieselmotoren ist das hingegen nicht der Fall. Dies liegt daran, dass hier die Partikel wasserabweisend sind und die Partikel langwierig wieder aus dem Körper entgiftet werden müssen.
  • Als Grundlage für die Anträge auf Feuerwerksverbote in Innenstädten führt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegte Grenzwerte von 20 μg/m³ an und kritisiert vor diesem Hintergrund eine stark gesundheitsgefährdende Auswirkung durch Feuerwerk. Die ist nicht gegeben.
    • Die DUH täuscht hier bewusst die Öffentlichkeit durch die Zuhilfenahme der empfohlenen Grenzwerte der WHO. Die eigentlichen hierzulande und in der EU zugelassenen Grenzwerte liegen bei 40 μg/m³ Luft im Jahresdurchschnitt. In keiner der von der DUH genannten Städte wurde der in Europa geltende Tagesmittelwert überschritten.
  • Feinstaub wird von vielen Städten als schädlich für unsere Umwelt beschrieben, da er sich negativ auf unser Klima auswirkt. Feinstaub wird dabei als Beweggrund für den Ausruf von Klimanotständen herangezogen. Ursächlich für die Erderwärmung ist jedoch Kohlendioxid, also CO2.
    • CO2 sorgt dafür, dass die Infrarotstrahlung der Sonne in der Erdatmosphäre stärker absorbiert wird. Feinstaub hingegen sind lokale Emissionen und vor allem nicht klimarelevant.
    • Diese beiden Stoffe wie bisher gleichzusetzen erweckt den Eindruck, dass durch Feuerwerk eine Doppelbelastung für die Umwelt entsteht. Diese ist jedoch faktisch nicht gegeben und nur konstruiert.

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Müll zu Silvester?

Müll zu Silvester? Ein Appell für eigenverantwortliches Handeln

Zu Silvester entsteht durch Feierlichkeiten und Feuerwerk Müll. Alljährlich führt dies zu Diskussionen in zahlreichen Städten der Bundesrepublik. Im Fokus: Insbesondere das Feuerwerk, welches in Teilen von Nutzern auf den Straßen zurückgelassen wird. Städte, in denen innerstädtische Feuerwerksverbote existieren, haben trotz dessen weiterhin mit Müll zu kämpfen. Der Verband der pyrotechnischen Industrie sieht hier auch die Gesellschaft gefragt! Jeder Nutzer von Feuerwerk sollte seinen eigens produzierten Müll fachgerecht entsorgen.

Positionen:

  • Wie bei jeder großen Veranstaltung fällt auch zum Jahreswechsel Müll an. Selbstverständlich auch durch Feuerwerkskörper. Es ist jedoch Aufgabe jedes Einzelnen, seinen selbst produzierten Müll fachgerecht zu entsorgen. Dafür wirbt der VPI kontinuierlich u. a. in den sozialen Medien und auf der eigenen Verbandswebsite.
  • Die Umwelt ist keine Müllhalde. Wer Feuerwerk abbrennt, sollte die Reste auch entsorgen. Zwar übernehmen die Städte im Rahmen ihres Versorgungsauftrages diese Last. Aber wir alle können und sollten unseren Beitrag dafür leisten, entsprechend unseren Müll zu entsorgen.
  • Auch die Branche selbst unterstützt dieses Vorhaben. Daher produzieren die Mitglieder des VPI überwiegend pyrotechnische Produkte, die nach dem Abkühlen ganz einfach im Hausmüll entsorgt werden können.
  • Zudem wird an Alternativen geforscht: Es wird versucht den Plastikanteil – der derzeit aufgrund von Sicherheitsbestimmungen notwendig ist – zu ersetzen. Bereits heute vertreiben die VPI- Mitgliedsunternehmen teilweise Produkte, die rein aus Papier und natürlicher Stärke bestehen.

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Lärm zu Silvester

Lautstärke in Maßen – Der Knall des Feuerwerks soll neue Vorsätze einläuten

Feuerwerk knallt – und das aus gutem Grund. Wir verabschieden damit traditionell das alte Jahr und gehen motiviert ins Neue. Dabei drücken Knall- und Lichteffekte etwas Positives aus: Wir feiern! Mit Feuerwerk werden traditionell böse Geister vertrieben. Ein bisschen scheint davon hängen geblieben zu sein: Heute stellen am Silvesterabend und in Vorfreude auf das neue Jahr viele Menschen gute Vorsätze auf. Damit verabschieden wir uns von ungeliebten Gewohnheiten – wenn man so will also von „bösen Geistern“.

Position:

  • Die Tradition des Feuerwerks ist viele Jahrhunderte alt. Doch noch immer erfreuen sich tausende Menschen daran. Der Grund: Es ist Blickfang, Tradition und gesellschaftliches Ereignis zugleich.
    • Alljährlichen besuchen hunderttausende Menschen die kleineren und größeren Feuerwerke zum Abschluss städtischer Veranstaltungen oder im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten wie beispielsweise am Brandenburger Tor.
    • Die Silvestertradition in Deutschland beruht aber auch auf dem Recht jedes Einzelnen privates Feuerwerk zünden zu dürfen. Diese Tradition – auch wenn es oft anders dargestellt wird – gibt es auch in anderen europäischen Ländern. Dort jedoch nicht etwa zur Jahreswende, sondern an den Nationalfeiertagen. So auch in der Schweiz, in Frankreich oder auf Malta.
    • Wir sollten daher nicht mit dieser Tradition brechen. Damit nehmen wir unserer Gesellschaft ein unvergessliches Schauspiel, eine Erfahrung und ein interkulturelles Ereignis, das verbindet.
       
    • Die Lautstärke von Feuerwerkskörpern ist gesetzlich geregelt. Alle Mitglieder und Hersteller, die im Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) Mitglied sind, halten sich bei den Lautstärkeeffekten an die EU-weite Pyrotechnikrichtlinie, die auch im Sprengstoffgesetz festgeschrieben ist.
    • Alle Feuerwerksartikel der Kategorie F2 liegen daher im Normbereich der Grenzwerte von 120 dB (A, Imp.) in acht Metern Entfernung. Die meisten Feuerwerksartikel liegen sogar weit unter diesem Wert.
    • Auch der Verband ist gegen lauteres Feuerwerk: Die vorgegebenen Grenzwerte werden von allen Verbandsmittgliedern befürwortet. Sie bieten Sicherheit für den Menschen und ausreichend Spielraum für ein schönes Silvester.
    • Gerade deshalb spricht sich die pyrotechnische Branche in Deutschland in aller Deutlichkeit gegen illegales Feuerwerk aus. Es überschreitet oft die Grenzwerte und führt zu Verletzungen.
       
  • Hund, Katze und Co. sind wie wir Menschen auch Lebewesen. Auch auf sie sollte zu Silvester Rücksicht genommen werden. Der VPI plädiert daher dafür, Feuerwerkskörper beispielsweise nur außerhalb von Vogelschutzgebieten zu verwenden und auch nicht in der Nähe von Haustieren Feuerwerk zu zünden. Darüber hinaus können Tierhalter Maßnahmen treffen, damit auch ihre Vierbeiner gut ins neue Jahr kommen.
  • Die VPI-Mitglieder und deren Hersteller arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung neuer und an der Verbesserung bestehender Produkte. Stets mit dem Ziel, gute Lösungen zu finden. Zum Beispiel zur Minderung der Lautstärke.
    • Um dem Wohl der Tiere an Silvester Rechnung zu tragen, wird seitens der Industrie stetig an lautstärkeärmeren Feuerwerken geforscht. Damit möchten die Mitglieder des VPI auch den Tierhaltern entgegenkommen.
      • Und es gibt bereits erste Ergebnisse: Leiseres Feuerwerk ist bereits heute im Sortiment der Verbandsmitglieder zu finden.

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Illegales Feuerwerk und Missbrauch

Illegale Feuerwerkskörper – Der Hauptverursacher für Verletzungen ist deutlich schädlicher und auch lauter

Im Ausland legal, in Deutschland nicht. Und das in vielen Fällen auch mit Recht. Viele Feuerwerkskörper, insbesondere aus den osteuropäischen Nachbarstaaten, sind deutlich schädlicher und auch gefährlicher. Sie werden auf Grundlage anderer und auch lockerer nationaler Bestimmungen produziert. Teilweise erfüllen sie dabei nicht die aus der Sicht des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) notwendigen Sicherheitsstandards.

Position:

  • In Deutschland verbotene Feuerwerkskörper, die eventuell sogar legal im Ausland erworben wurden und nach Deutschland eingeführt werden, sind im Wesentlichen für die zu Silvester verursachten Verletzungen verantwortlich. Dies liegt zum einen an den deutlich gefährlicheren Inhaltsstoffen und ggf. sogar an der teils unzulänglichen Verarbeitung.
  • Illegales Feuerwerk ist darüber hinaus lauter, schmutziger und gefährlicher. All das zusammengenommen ist ein Kriterium, weswegen es von der Branche hierzulande aufs Schärfste verurteilt wird. Daher wünschen sich der VPI und seine Mitglieder, dass die Einfuhr illegaler Feuerwerkskörper durch die entsprechenden Behörden stärker überwacht und rechtlich geahndet wird.
  • Illegales Feuerwerk wird in der gesamten Branche entschieden abgelehnt – die hierzulande zugelassenen und vertriebenen Produkte entsprechen höchsten Standards und sie enthalten keine unzulässigen oder gesundheitsgefährdenden Stoffe.
  • Feuerwerk dient einer schönen Tradition und soll Freude bringen. Dies gelingt durch Verantwortung und gesamtgesellschaftliches aufeinander achtgeben. Illegales Feuerwerk gefährdet nicht nur den/die Nutzer/in, sondern auch jeden Menschen im Umkreis. Sehen Sie daher von der Nutzung ab und seien Sie generell im Umgang mit Feuerwerk vorsichtig und achtsam. Richten Sie es nicht gegen Einsatzkräfte und andere Menschen in Ihrer Umgebung.

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Herstellung und Transparenz

Hochqualitative Handarbeit mit besonderem Anspruch: Bei der Herstellung von Feuerwerksartikeln stehen Sicherheit und Umwelt an erster Stelle

Wie bei vielen anderen täglichen Alltagsgütern gilt auch beim Feuerwerk: Ohne Chemie geht es nicht. Die Hersteller, die im Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) organisiert sind, sorgen als Feuerwerksexperten mit europaweit zugelassenen Rezepturen für sorglos genießbare Farb- und Knalleffekte. Der VPI verbürgt sich daher für die von seinen Mitgliedsunternehmen vertriebenen Produkte und garantiert eine transparente Aufklärung zu Produkten und Herstellungsprozessen.

Position:

  • Alleingänge sind Tabu: Die Hersteller im VPI halten sich bei der Produktion der Feuerwerksprodukte streng an die Vorgaben der Europäischen Pyrotechnikrichtlinie und deren nationale Umsetzung.
  • Für den VPI steht der Schutz des Verbrauchers sowie unserer Umwelt an erster Stelle.
    • Die Mitgliedsunternehmen verwenden ausschließlich zugelassene Chemikalien, die bei sachgemäßem Umgang weder ein Gesundheits- noch ein Umweltrisiko darstellen.
  • Feuerwerk ist hochqualitative Handarbeit. Erst wenn das Produkt sicher ist, gelangt es auf den Markt und zum Endverbraucher.
    • Die Produkte durchlaufen daher mehrere Qualitätssicherungs-maßnahmen, die die Mitgliedsunternehmen mithilfe von Tests gewährleisten.
    • Mit dem verbandsinternen Zeichen stehen der VPI für höchste Produktstandards seiner Feuerwerks-Hersteller ein: Alle Artikel der Mitglieder sind nach strengen Regularien geprüft, zugelassen, legal und sicher.
  • Der Transparenzanspruch des Verbandes und seiner Mitglieder geht über gesetzliche Vorgaben hinaus. Deshalb klären sie vollumfänglich über die Produkte sowie Herstellungsprozesse auf – und das freiwillig.
    • Die Mitglieder des VPI informieren im Rahmen eines eigenen VPI-Registers freiwillig über alle zugelassenen Feuerwerkskörper und pyrotechnischen Gegenstände.
  • Alle Produkte der Mitgliedsunternehmen sind mit Registriernummer und CE-Zeichen gekennzeichnet und werden ausschließlich gemäß den Voraussetzungen der Kategorisierung (Alters- und Zeitfreigabe sowie Grad der Gefährdung) nach SprengG vertrieben.

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Feuerwerksverbote in Innenstädten

Generelle Feuerwerksverbote (in Innenstädten) sind nicht sinnvoll, bestrafen die falschen Personen – und entbehren zudem einer rechtlichen Grundlage

Für das Abbrennen von Feuerwerk existieren in Deutschland bereits Einschränkungen, die durch das geltende Sprengstoffgesetz geregelt sind und die Menschen und Umwelt schützen. Ein generelles Feuerwerksverbot ist nach Ansicht des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) nicht sinnvoll. Das wurde nun auch mit einem Rechtsgutachten einer vom Verband beauftragten Kanzlei geprüft und belegt.

Position:

  • Das Thema Sicherheit spielt für die pyrotechnische Branche eine große Rolle. Daher fordert auch der VPI alljährlich die Menschen auf, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll mit Feuerwerk umzugehen. Feuerwerk ist Freude – es sollen damit positive Gefühle transportiert werden.
    • Ein generelles Verbot deswegen umzusetzen, weil einige wenige Chaoten damit Schabernack betreiben, würde jedoch auch die Menschen treffen, die Feuerwerk aus Freude und zum Spaß nutzen.
    • Der VPI wünscht sich hingegen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den vertriebenen Artikeln und spricht sich gegen jede Art des Missbrauchs aus.  
  • Der Verband der pyrotechnischen Industrie hat im Zuge der Debatte über innerstädtische Feuerwerksverbote die Möglichkeiten kommunaler Verbote prüfen lassen. Weder das Bundesimmissionsschutzrecht noch die Landesimmissionsschutzgesetze oder die allgemeinen Polizeigesetze der Länder eröffnen nach Auffassung der beauftragten Kanzlei Raum dafür, Beschränkungen oder Verbote zu erlassen.
    • Es existieren zudem bereits heute innerstädtische Verbote auf Grundlage des Sprengstoffgesetzes. Diese begrüßen wir. Es darf beispielsweise nicht vor Gebäuden mit Reetdachkonstruktion, Krankenhäusern oder Kirchen (sofern dort Gottesdienste abgehalten werden) geböllert werden.
  • Der VPI plädiert gleichfalls dafür, dass die Einfuhr illegaler Feuerwerkskörper durch die entsprechenden Behörden stärker überwacht und rechtlich geahndet wird.
    • Denn: Oft sind es die illegalen Feuerwerkskörper, die Verletzungen hervorrufen. Grund dafür ist eine teils unzureichende Verarbeitung. Auch die Inhaltsstoffe sind dann nicht nach gesetzlichen Richtlinien geregelt – zu Ungunsten für Umwelt, Mensch und Tier. Das lehnen wir ab.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist derzeit gegen ein Feuerwerksverbot.
    • Letzte Umfragen, wie beispielsweise von der Bild, zeigen, dass eine große Mehrheit gegen ein Feuerwerksverbot ist. Von zirka 20.000 Befragten sprechen sich mehr als 12.300 Menschen gegen ein Feuerwerksverbot aus.
    • Das Besondere am Silvesterfeuerwerk in Deutschland ist es, dass die Bürger selbst ihr eigenes persönliches Feuerwerk erleben können. Zwar verzichten andere Länder zu Silvester auf privates Feuerwerk, jedoch nicht zu den großen Nationalfeiertagen. Ob Spanien, Frankreich, England oder Malta: Privates Feuerwerk ist zu den Nationalfeiertagen ein Muss und wird nicht in Zweifel gezogen. Hier in Deutschland sollte man es auch zu Silvester nicht verbieten.

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Illegales Feuerwerk

Vorwort

In Deutschland verbotene Feuerwerkskörper, die eventuell sogar legal im Ausland erworben wurden und nach Deutschland eingeführt werden, sind im Wesentlichen für die zu Silvester verursachten Verletzungen verantwortlich. Dies liegt zum einen an den deutlich gefährlicheren Inhaltsstoffen und ggf. sogar an der teils unzulänglichen Verarbeitung. Diese Feuerwerkskörper können im europäischen Ausland aufgrund einer anderen Gesetzgebung sogar legal erworben und verwendet werden. In Deutschland sind diese aber nicht erlaubt. Zudem sind es genau diese illegal eingeführten Feuerwerkserzeugnisse, die alljährlich von Menschen als „zu laut“ kritisiert werden. Die pyrotechnische Branche in Deutschland hält entsprechende Standards gemäß des Deutschen Sprengstoffgesetzes ein. Dazu gehört der Grenzwert von 120 Dezibel (A, Imp.) in einer Entfernung von acht Metern. Der überwiegende Anteil der in Deutschland vertriebenen Feuerwerkskörper unterschreitet diese Grenze deutlich.

Das Strafmaß bei Nichteinhaltung geltender Gesetze zur Einfuhr und zum Umgang mit nicht zertifizierten Feuerwerkskörpern wird von den einzelnen Bundesländern geregelt.

Stärkere Ahndung bei der Einfuhr von illegalem Feuerwerk

Der Verband der pyrotechnischen Industrie begrüßt das in vielen Bundesländern vorhandene Strafmaß für den Einsatz von illegalem Feuerwerk. Illegales Feuerwerk überschreitet gesetzliche Grenzwerte, es ist lauter, schmutziger und gefährlicher. Deshalb verurteilen wir es aufs Schärfste.

Aus diesem Grund wünscht sich der VPI eine Ausweitung der Kontrollen an den innerdeutschen Grenzen – vor allem um die Neujahrstage herum. Die entsprechenden Behörden müssen die Einfuhr illegaler Feuerwerkskörper stärker überwachen und rechtlich ahnden, um deren Nutzung zu erschweren und damit auch das Verletzungsrisiko innerhalb der Gesamtbevölkerung zu minimieren.

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Kalte Pyrotechnik

Vorwort

In der Saison 2017/2018 kamen durch den Gebrauch von pyrotechnischem Material in den ersten drei Ligen insgesamt 53 Personen (von 21 Millionen Zuschauern) zu Schaden. Zwar ist die Pyrotechnik in Stadien bei Weitem nicht der Hauptgrund für Verletzungen von Einsatzkräften, Fans und Ordnern. Dennoch besteht aber durch den laienhaften Einsatz von Bengalos und anderweitig dort eingesetzter Pyrotechnik ein Verletzungsrisiko.

Im Juni 2019 hat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen dazu eine „KleineAnfrage“ an die Bundesregierung zum Thema „Alternativer Umgang mit Pyrotechnik in Fußballstadien“ gestellt. Darin verweisen die Anfragesteller darauf, dass in ausländischen Stadien zunehmend Modellprojekte initiiert werden, beispielsweise der Gebrauch der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“. Die Bundesregierung verweist in ihrerAntwort darauf, dass sie auch dem Einsatz der „kalten Pyrotechnik“ in Stadien ablehnend gegenübersteht. „Auch im öffentlichen Raum außerhalb von Stadien, insbesondere in größeren Gruppen von Menschen, wie beispielsweise Fanmärschen, ist die Gefährdungslage vergleichbar mit der in Fußballstadien“, heißt es wörtlich in der Antwort der Bundesregierung. Zur Begründung heißt es: „Begründet wird die ablehnende Haltung gegenüber „Kalter Pyrotechnik“ damit, dass von dieser ebenfalls Gefahren ausgehen würden: „Durch die auch bei „Kalter Pyrotechnik“ noch vorhandene Flammentemperatur von i. d. R. über 200° C bis 500° C ist auch bei deren Verwendung durch Zuschauerinnen und Zuschauer in Fußballstadien von einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung umstehender Personen durch z. B. Beschädigung von Kleidung oder gar Verletzungen durch Verbrennungen auszugehen. Die Temperatur der Flammen/Effekte bzw. die Erhitzung der Gegenstände selbst ist aber nur eine der möglichen Gefährdungen.“

Kalte Pyrotechnik ist nicht die Lösung

Der Verband der pyrotechnischen Industrie und seine Mitgliedsunternehmen mitsamt ihren Experten sehen die Anwendung von Kalter Pyrotechnik in Stadien kritisch. Denn trotz der zunächst geringeren Flammentemperatur von 200 bis 500 Grad Celsius besteht bei unsachgemäßem Gebrauch weiterhin Gefahr für umherstehende Personen.

Tendenziell begrüßen wir die von Bündnis 90/Die Grünen angestoßene Debatte über den Umgang mit Pyrotechnik in Stadien. Unsere Expertenmeinung ist es jedoch, dass die Kalte Pyrotechnik nicht zu einer erhöhten Sicherheit beitragen wird. Es sollte stattdessen darüber nachgedacht werden, kontrolliert Bühnenpyrotechnik durch professionelle Pyrotechniker abbrennen zu lassen. Vereine und Verbände orientieren sich bei diesem Vorgehen an bereits bestehenden Standards, die es schon seit Jahrzehnten bei Großveranstaltungen gibt.
Aus Sicherheitsaspekten ist mit Blick auf die Temperatur der Kalten Pyrotechnik folgendes zu beachten:

  • Bereits ab einer Temperatur von 45 Grad Celsius können Verbrennungen ersten Grades auftreten. Die Haut beginnt in diesem Stadium bereits zu „schmoren“.

  • Öl aus einer Fritteuse erreicht eine Temperatur von bis zu 200 Grad Celsius. Bereits innerhalb von Sekundenbruchteilen können dabei schwere Schäden auf der Haut entstehen. Eine Verbrennung dritten oder gar vierten Grades – auch in Verbindung mit einer Sepsis – ist möglich.

  • Glut und Rost können beim Grillen bis zu 500 Grad Celsius heiß werden. Binnen weniger Sekunden können Verbrennungen dritten oder vierten Grades aufkommen.

    Festzustellen ist, dass auch bei der durch die Namensgebung suggerierten „kalten“Pyrotechnik noch Verbrennungen aufkommen können, die dem Menschen schwere Verletzungen zufügen können. Ein großes Problem beim Abbrennen solcher pyrotechnischen Gegenstände – die sich übrigens signifikant von Feuerwerkskörpern, die bspw. zu Silvester gebraucht werden, unterscheiden – sind die fehlenden notwendigen Sicherheitsabstände innerhalb der Stadien. Dort wo Menschen dicht an dicht drängen, sollten keine Bengalos abgebrannt werden.

    Gleichwohl sieht der Verband der pyrotechnischen Industrie Möglichkeiten, mit denen die Fans durch die eingesetzte Pyrotechnik weiterhin Emotionen, Zusammenhalt und Vereinsliebe ausdrücken können:

  1. Wir plädieren dafür, dass Politik, Verbände, Behördensowie Vereins-und Fanvertreter die gemeinsamen Gespräche wieder aufnehmen, um eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.

  2. Möglich wäre ein zentrales, professionelles Feuerwerk zu Beginn der Fußballspiele, welches durch die Vereine im Zusammenspiel mit den Fan- Vertretern organisiert und durch die Hand von pyrotechnischen Experten gezündet wird.

  3. Die Fankultur sollte berücksichtigt werden: Das Feuerwerk kann als Element der Choreografien gestalterisch und zeitlich geplant werden.

  4. Das Feuerwerk würde damit zu einem zentralen Element des Spiels, des Ausdrucks der Vereinsliebe und zu einem weiteren Höhepunkt jedes Spiels.

  5. Die Pyrotechnik würde sowohl alteingesessenen als auch jungen Fans (Familien) einen Mehrwert bieten – nicht zuletzt durch einen gestärkten Gemeinschaftssinn, der auch zu einer harmonischen und gewaltfreieren Atmosphäre beiträgt.

  6. Für die pyrotechnischen Einlagen könnten spezielle Sicherheitsbereiche abseits der Tribünen geschaffen werden, um die notwendige Sicherheit zu garantieren.

  7. Der Einsatz der Pyrotechnik auf diese Weise ist bereits staatlich geregelt und unterliegt den gleichen Regularien wie beispielsweise bei Großveranstaltungen. Sicherheit ist hier ein wesentlicher Aspekt.

Als Sprachrohr für 21 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Silvester-, Groß- und Bühnenfeuerwerken verfügt der Verband der pyrotechnischen Industrie über die notwendige Expertise, alle Akteure in dem Prozess des Dialogs und der Entscheidungsfindung zu beraten. Gerne stehen wir daher für Gespräch mit allen Vertretern zur Verfügung.

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Umgang mit Feuerwerk

Feuerwerk ist kein Spielzeug – und darf andere nicht gefährden

Seit Jahrhunderten erfreuen sich die Menschen in Europa und der ganzen Welt am Feuerwerk. In den vergangenen Jahren häufen sich jedoch die Berichte über die Zweckentfremdung pyrotechnischer Produkte. Der unsachgemäße Umgang oder die Verwendung gegen Menschen lehnt der Verband der pyrotechnischen Industrie strikt ab. Aber: Nicht die Feuerwerkskörper sind das Problem. Es sind die Menschen, die ein schönes Brauchtum für falsche Zwecke verwenden.

Position:

  • Dort wo Leichtsinn ist, existiert auch Gefahr – die Nutzung von Feuerwerk wird nicht umsonst durchs Sprengstoffgesetz geregelt. Feuerwerk soll Freude machen und mit dem richtigen Umgang macht es das auch. Es gilt daher umsichtig zu sein und verantwortungsvoll im Sinne seiner eigenen Gesundheit und der anderer zu handeln. Auf die Gesundheit der Jüngsten sollte dabei besondere Rücksicht genommen werden.
  • Aufklärung ist dafür das A und O: Daher plädiert die pyrotechnische Branche zwar einerseits für Eigenverantwortung, sieht sich aber auch in der Pflicht, die Gesellschaft im Umgang mit Feuerwerk nicht allein zu lassen: Die Mitglieder des VPI klären über ihre Produkte auf und geben Ratschläge, wie man diese sicher nutzt.
  • Oberstes Gebot bei der Verwendung von Feuerwerk ist, sich selbst und andere nicht zu gefährden. Vernunft und bedachtes Handeln sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Mit Feuerwerkskörpern zu hantieren bedarf einer gewissen Reife und Verantwortung. Egal in welcher Lage sich die Person befindet, ob betrunken, nüchtern, in Feierstimmung oder im Kreise der Familie.
  • Der Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen Einsatzkräfte oder andere Menschengruppen wird seitens der gesamten Branche aufs Schärfste verurteilt. Körperverletzungen und andere Rechtsverstöße dürfen niemals toleriert werden. Doch darf die Politik auch nicht vor einzelnen Chaoten einknicken. Die große Masse vernünftiger Bundesbürger sollte nicht für die Verfehlungen einzelner bestraft werden.
  • Der VPI und seine Mitglieder sprechen sich eindeutig auch für die Rücksicht auf Umwelt und Tierwelt aus. So sollten Haustiere geschützt und auch möglichst in Bereichen des Wildtier- und Naturschutzes kein Feuerwerk gezündet werden.

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