Skip to main content
  • VPI – der Interessenverband der Pyroindustrie

    Pressemeldungen des VPI

Pressemeldung

Viele Menschen wünschen sich Feuerwerk zu Silvester – Stellungnahme des VPI zur Pressemeldung der Deutschen Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 02.12.2019 eine Pressemeldung veröffentlicht, in der sie erneut die Bürgerinnen und Bürger dazu aufruft, in ihren Kommunen mit Petitionen den Verzicht auf Feuerwerke zu Silvester zu erwirken. Auch die altbekannten Argumente wiederholen sich. Zudem schmückt sich die DUH mit fremden Federn, indem sie einmal mehr den Eindruck erwecken will, dass örtliche Verbote auf Grund ihrer Bemühungen entstanden wären. Dabei dienen viele örtliche Beschränkungen dem Brandschutz und bestehen bereits seit geraumer Zeit.

Die DUH führt in ihrer aktuellen Meldung erneut das allgemeine Meinungsbild der Deutschen zum Thema Feuerwerk zu Silvester an – diesmal argumentiert sie unter anderem mit elf Petitionen, die Bürger in ihren Kommunen gemeinsam mit der DUH ins Leben gerufen haben. Als alleinigen Beweis für den Wunsch von „immer mehr Menschen“, auf Feuerwerk zu verzichten, reicht das nicht aus. Schaut man sich beide Seiten der Diskussion an, so wird deutlich: In Umfragen aus dem Jahr 2019, beispielsweise von den Kieler Nachrichten [https://www.kn-online.de/Mehr/Umfrage/KN-Umfrage/Silvester-Boellerei] spricht sich eine große Mehrheit der Bürger gegen ein Feuerwerksverbot aus. In der Umfrage der Kieler Nachrichten sprachen sich von 9.236 Befragten 76 Prozent gegen ein Feuerwerksverbot aus. Zuletzt fragte auch die BILD ihre Leserinnen und Leser danach, ob sie sich ihr Silvester ohne Feuerwerk vorstellen könnten. Knapp 12.850 Menschen sprachen sich für Feuerwerk aus, nur etwa 7.430 dagegen. Klaus Gotzen, Geschäftsführer des VPI, wünscht sich eine umfassende Darstellung des Meinungsbildes: „Um ein repräsentatives Bild der Meinungen in Deutschland zum Silvesterfeuerwerk zu skizzieren, sollten auch die Umfrageergebnisse berücksichtigt werden, die der DUH nicht in die Karten spielen.“

Tausende von Besuchern pilgern – teilweise auch aus großen Entfernungen – gerade deshalb zu Events in Städten, weil sie gemeinsam das Feuerwerk anschauen wollen. Was für das Seenachtfest in Konstanz gilt, das die Stadt für 2020 nun doch mit dem pyrotechnischen Highlight feiern will [https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenfeld/seenachtsfest-konstanz-2020-vorerst-doch-ein-feuerwerk-ld.1173977], gilt auch für Silvester. Feuerwerk ist eine Tradition, die für viele Menschen nach wie vor zu einer gelungenen Veranstaltung dazugehört.

Ebenfalls zum wiederholten Male führt die DUH an, dass die Feinstaubbelastung am Neujahrstag so hoch sei wie sonst im ganzen Jahr nicht. Schaut man sich die genannten Auswertungen des Bundesumweltamtes (UBA) dazu an, so wird jedoch deutlich, dass diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht. Wir möchten dazu auf eine Grafik des UBA vom 24. Januar 2019 [https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten/karten/eJxrXZScv9BwUXEykEhJXGVkYGipa2Coa2SyqCQTJF7OAADzMQzx] verweisen. In dieser ist der Tagesmittelwert PM10 im gesamten Bundesgebiet deutlich höher als zu Silvester.

In einem Zitat des Bundesgeschäftsführers der DUH, Jürgen Resch, weist er auf die erhöhte Verletzungsgefahr durch Feuerwerk hin. „Verletzungen zum neuen Jahr entstehen meist durch erhöhten Alkoholkonsum und Prügeleien, nicht durch legales Feuerwerk“, betont hingegen Klaus Gotzen. „Außerdem ist es überwiegend illegales Feuerwerk, das für Verletzungen und Grenzwertüberschreitungen verantwortlich ist. Generelle Verbote werden vereinzelte Chaoten nicht davon abhalten, illegales Feuerwerk zu zünden und verantwortungslos damit umgehen.“

Weiter fordert die DUH Innenminister Seehofer auf, das aktuell geltende Sprengstoffgesetz schneller dahingehend ändern zu lassen, dass Kommunen Feuerwerksverbote leichter durchsetzen können. In Passau beispielsweise fußt das Abbrennverbot auf den Schutz von brandempfindlichen Gebäuden in der Altstadt. Klaus Gotzen: „Dass Passau in diesem speziellen Fall sein Feuerwerk absagen kann, verdankt die Stadt der geltenden Gesetzeslage, nicht den Anträgen der DUH. Das Verbot steht im Einklang mit der ersten Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz. Wir begrüßen die Regelungen, die dort festgehalten sind, da sie für sinnvolle Beschränkungen stehen. Das heißt aber nicht, dass pauschale Verbote gerechtfertigt und rechtens sind.“

Ein weiteres Argument, das die DUH in ihrer Pressemeldung ins Spiel bringt, ist der anfallende Müll bei Silvesterveranstaltungen. Nicht zu Unrecht heißt es in der Meldung der DUH „Silvesterabfall“ und nicht „Feuerwerksabfall“. Wie bei jeder großen Veranstaltung fällt auch zum Jahreswechsel Müll an. Selbstverständlich auch durch Feuerwerkskörper. „Das Feuerwerk ist bei weitem nicht die einzige Quelle für Abfall bei einer Veranstaltung mit Menschenansammlungen dieser Größe. Wahrscheinlich sogar noch eine der kleineren“, betont der VPI Geschäftsführer. „Die Städte übernehmen im Rahmen ihres Versorgungsauftrages diese Last. Es ist aber genauso die Aufgabe eines jedes Einzelnen, ob Feuerwerksnutzer oder nicht, seinen selbst produzierten Müll zu entsorgen.“

Unsere gesammelten Positionen rund um das Thema Feuerwerk und Feuerwerk zu Silvester finden Sie hier [https://www.feuerwerk-vpi.de/service/verbandspositionen/].