Skip to main content
  • VPI – der Interessenverband der Pyroindustrie

    VPI-News: Alle Infos rund ums Feuerwerk

VPI Stellungnahme zum offenen Brief von Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn an Bundesinnenminister Horst Seehofer

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) kritisiert die im offenen Brief von Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn an Bundesinnenminister Horst Seehofer getätigten Aussagen.

Ratingen, 31.07.2019

Herr Huhn spricht davon, dass sich die Politik nicht auf symbolische Akte beschrän- ken dürfe, nutzt nun aber die Gelegenheit des von der DUH initiierten Diskurses, um einmal jährlich widerkehrende Veranstaltungen und Großfeuerwerke zu instrumentalisieren. Wie wir schon dargestellt haben, sind die Zahlen des Umweltbundesamts und der Deutschen Umwelthilfe zweifelhaft. Sie beruhen auf Schätzwerten und Mo- dellierungen. Niemand hat den realen Feinstaubanteil bislang messen lassen.

Das macht jedoch derzeit der VPI. Teilergebnisse der Untersuchung werden in den kommenden Wochen erwartet. Ersten Erkenntnissen nach liegt der Feinstaubausstoß durch Feuerwerk zu Silvester bei 10 Tonnen Feinstaub PM10. Die Zahlen, die sonst genannt werden, liegen also über dem 500-fachem des Werts, der bislang bei den Untersuchungen gemessen wurde.

Symbolische Akte – wie sie von Herrn Huhn erst verteufelt, dann aber zu diesem Thema wieder gutgeheißen werden – helfen beim Klimaschutz nicht weiter. Vor allem dann nicht, wenn man solch eine kleine Branche in den Fokus seiner Kritik nimmt. Herr Huhn täte daher gut daran, nicht auf den Zug derjenigen aufzuspringen, die inhaltlich davon ablenken wollen, bei den großen Klimasündern Einschnitte vorzunehmen. Er kann in seiner Vorbildfunktion als Bürgermeister auch mit gutem Beispiel vorangehen, wenn es ihm mit dem Klimaschutz wirklich ernst ist: Statt privat einen schwarzen SUV zu fahren – wie es im November 2018 in der Rheinischen Post zu lesen war – könnte Herr Huhn auf ein klimafreundliches Elektrofahrzeug umsteigen und damit zeigen, dass es die Pflicht der Politik ist, „alles Handeln auf umweltpolitische Gesichtspunkte zu überprüfen und kritisch zu hinterfragen“, wie er selbst sagt.

Zum Verband

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) ist das Sprachorgan für 21 Mitgliedsunternehmen aus Deutschland. Der VPI betreut Hersteller von Silvester-, Groß- und Bühnenfeuerwerken sowie Hersteller von pyrotechnischer Munition. Diese sind im gesamten Bundesgebiet ansässig. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft.

Pressekontakt

RA Klaus Gotzen
Verband der pyrotechnischen Industrie An der Pönt 48
40885 Ratingen
Telefon: 02102 / 18 62 00
E-Mail: info@feuerwerk-vpi.de 

Web: www.feuerwerk-vpi.de 
Twitter: https://twitter.com/VPI_Presse